Eine Berliner Initiative versucht, Vattenfall das Berliner Stromnetz abzukaufen.

Manchmal bieten sich einmalige Gelegenheiten, die genutzt werden müssen. Eine Berliner Initiative sammelt Geld um das Berliner Stromnetz in die Verantwortlichkeit der Bürger überführen zu können und so weniger abhängig von Stromkonzernen zu sein - und die Energiewende voranzutreiben. Ein ehrgeiziges Projekt, das Schule machen könnte und in seiner Größe bislang einzigartig ist - umgesetzt worden ist ein solches Vorhaben zwar bereits, aber lediglich in kleineren Gemeinden.

In diesem ZEIT-Video erklärt die Vorsitzende die Initiative.
 
Bild © Angelika Koch-Schmidt / pixelio
Eine Lösung für einige der Probleme der modernen Fleischerzeugung bietet eine App - über einen neuen Vertriebsweg für lokale Produzenten.

Um es gleich vorweg zu nehmen, die App über die wir hier berichten werden ist bislang nur in den USA erhältlich. Allerdings ist das Konzept so spannend, daß es möglicherweise auch in Deutschland zum Nachahmen animiert - vielleicht ja sogar durch diesen Bericht.

Über die Probleme der modernen Fleischproduktion haben wir bereits an anderer Stelle informiert. Die App AgLocal versucht auf einfache Weise die Massentierhaltung und unnötige Transporte einzudämmen.


 
Windkraftanlage© uschi dreiucker / pixelio.de
Auch wenn das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) stark in die Kritik geraten ist, man ist sich nach wie vor einig, dass die Energiewende der richtige Weg ist. Immer mehr Menschen vollziehen ihre private Energiewende schon jetzt.


Die Energiewende ist eines der großen Projekte, das uns schon heute einen Hauch von Zukunft spüren lässt. das Gelingen dieses gigantischen Vorhabens ist von enormer Wichtigkeit und hat das Potential, unser zukünftiges Leben nachhaltig zu beeinflussen. Darum sollten wir handeln: Es gibt Möglichkeiten, bereits heute auf Atomstrom und Strom aus Kohlekraftwerken zu verzichten und ganz auf erneuerbare Energien zu setzen. Und das Beste ist, es ist ganz einfach! Das einzige was man dafür tun muss, ist seinen Stromanbieter zu wechseln. Die meisten Menschen wissen das, scheuen den Wechsel aber dennoch.


 
"Jeder Einzelne von uns kann einen gewaltigen Beitrag  dadurch leisten, dass er mal überdenkt, welche Art von Verschwendung er selbst betreibt."
Sehenswerte Filmreihe auf Arte Future.
 
Eine neu entwickelte Solarzelle erzeugt aus Sonnenenergie nicht nur Strom, sondern kann daraus auch Wasserstoff herstellen.

SPIEGELonline berichtet über neu entwickelte Solarzellen, die die gesammelte Sonnenenergie in Wasserstoff umwandeln können (Künstliche Photosynthese). Das ermöglicht zum einen die Speicherung von Energie, die bislang schwierig war, zum anderen könnten Brennstoffzellen von entsprechend ausgerüsteten Autos mit dem erzeugten Wasserstoff betrieben werden.

Die Idee ist nicht ganz neu, konnte nun aber erstmalig mit günstigen Materialien realisiert werden.
Bislang liegt die Effizienz bei 5%, die Entwickler rechnen aber mit einer Effizienzsteigerung auf 9%.

Die Details dazu finden Sie auf Nature.com.
 
Ein 24-jähriger Amerikaner hat eine gräuliche Substanz erfunden, die den Körper mit allen nötigen Nährstoffen versorgen soll. Essen würde also überflüssig. Viele Anhänger bejubeln Soylent, einige Experten sehen das Konzept sehr kritisch. Nun wurde Soylent erstmals getestet.

Soylent ist eine geruchs- und geschmacklose graue Substanz. Zunächst klingt das nicht so verlockend, als wollte man sich ausschließlich davon ernähren. Genau das ist aber das Konzept hinter Soylent: wer sich die Substanz anrührt und sich  davon ernährt, soll sonst keinerlei Nahrung zu sich nehmen müssen. Verlockend möglicherweise für viele Menschen, für die die Zubereitung von Essen vertane Zeit ist, die einem guten Essen ohnehin nichts abgewinnen können oder die die Selbstoptimierung auf die Spitze treiben wollen. Interessant aber möglicherweise auch für diejenigen, die sich kein gesundes Essen leisten können. Denn auch das ist ein Ziel von Soylent: dem Hunger auf Erden endgültig ein Ende zu bereiten.

Die große Frage ist: funktioniert es? Der Erfinder von Soylent, Rob Rhinehart, ist überzeugt davon. Er hat selbst ermittelt, wie die Zusammensetzung von Soylent sein muss, um als einzige Nährstoffquelle ausreichend zu sein. Außerdem hat er Soylent als erster getestet - erfolgreich, wie er behauptet.
Während das Konzept grundsätzlich viel Anklang findet, warnen Ernährungsexperten vor Soylent. Der Körper brauche eine ganzheitliche Ernährungsweise und man wisse nicht genug darüber, wie der Körper einzelne Bestandteile des Essens verwerte. Doch der Erfinder und eine nicht kleine Anhängerschar sind vom Produkt überzeugt.

Während die Rezeptur noch ihren finalen Schliff bekommt, bevor sie von offizieller Seite her getestet und für den Handel freigegeben werden kann, wurde Soylent nun erstmals von jemandem getestet, der nicht an der Produktion beteiligt ist.
Tim Ferris, bekannt durch seine Bücher Die 4-Stunden-Woche (Affiliate-Link) und Der 4-Stunden-Körper (Affiliate-Link), hat Soylent für zwei Wochen getestet und einen ausführlichen Bericht darüber verfasst.
 
Die Versorgung mit Trinkwasser ist in Deutschland ein gelöstes Problem. Doch gutes Marketing hat dafür gesorgt, dass wir an schlechteren Alternativen festhalten.

Vor einigen Jahren hat ein Video vom US-amerikanischen Story of Stuff Project im Internet Wellen geschlagen, in dem über die ökologischen und ökonomischen Probleme von abgefülltem Mineralwasser aufgeklärt wird: The Story of Bottled Water (auch auf Youtube).
Was damals für die USA galt und noch immer gilt, trifft auch bei uns zu.

Das Trinkwassersystem in Deutschland wird von 6.000 zumeist regionalen Wasserversorgern gespeist, die auf Basis der Trinkwasserverordnung wirtschaften. Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für Fremdstoffe im Wasser wird teils mehrmals täglich pro Versorger überprüft. Die Grenzwerte sind dabei niedriger als bei abgefüllten Wassern und unterliegen strengeren Kontrollen. Wie gut die Qualität des Wassers ist, das aus dem eigenen Wasserhahn kommt, kann man einmal im Jahr kostenlos testen lassen. Die Zugabe von Mineralien und Kohlensäure bei abgefüllten Wassern ist aus gesundheitlichen Aspekten zu vernachlässigen - Kohlensäure ist tendenziell eher schädlich und die Mineralien werden auch in der Nahrung enthalten.
Und dann ist da noch die Sache mir der Umwelt.

 
Der Fleischkonsum wird zum weltweiten ökologischen, ökonomischen und moralischen Problem. Kürzlich wurde der erste Burger aus künstlich erzeugtem Rindfleisch verspeist. Ist das die Zukunft?

Unser Fleischkonsum ist zum globalen Problem geworden, die Entspannung der Situation nicht zu erwarten. Eine technische Lösung rückt gerade in Sichtweite, wie The Verge berichtet, wird aber noch 25 Jahre bis zur Marktreife benötigen. 

Cultured Beef ist in der Petrischale aus Stammzellen gezüchtetes Rindfleisch, das genau wie traditionell erzeugtes Fleisch zum Verzehr geeignet ist. Der Beweis dazu wurde vor einigen Tagen angetreten, als erstmals auf solche Weise erzeugtes Fleisch zubereitet und gegessen wurde. 
Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Das Fleisch hat nie in Tierform gelebt, musste also auch nicht getötet werden. Es hat niemals die qualvolle Existenz in der Massentierhaltung durchleben müssen. Es hat niemals gefüttert und getränkt werden müssen. Damit sind viele der beschriebenen Probleme gelöst, sogar gesundheitlich dürfte das künstlich erzeugte Fleisch mit einigen Modifikationen Vorteile gegenüber dem klassischen Rindfleisch bieten.
Ein Nachteil: es ist noch nicht verfügbar, schon gar nicht in den großen Mengen, die benötigt werden. Wir werden uns also noch eine Weile gedulden müssen bis das erste Stammzellensteak auf unserem Teller landet.

Vorerst gilt also weiterhin: Wir können unsere Zukunft selbst gestalten. Beginnen wir damit jetzt gemeinsam.




Weiterführende Infos zu Cultured Meat finden Sie bei New Harvest.
 
Über unsere Abhängigkeit vom Strom

Naturgemäß werden wir in diesem Blog eher Sachbücher vorstellen, die sich mit Zukunftsthemen beschäftigen. Dass wir in diesem Fall einen Roman vorstellen, liegt an der besonderen Qualität und dem für einen Roman immensen Informationswert des Buches. Denn Marc Elsberg, der von Hause aus kein Fachmann auf dem Gebiet ist, hat hier wirklich etwas einzigartiges geschafft. Eingebettet in eine gut geschriebene Spannungshandlung wird der Leser eingeführt in bis ins Detail aufwändig recherchierte technische Zusammenhänge - und dies ohne Einstiegshürde und ohne dass die Details den Leser ermüden würden.

 
Neue Technologie für Smart Windows

Smart Windows haben bekanntlich die Fähigkeit, sich auf Knopfdruck abzudunkeln. Dazu wird ein elektrochromatischer Effekt genutzt: Durch das Anlegen eines kleinen Energiestoßes ändert sich der Status von speziellen im Glas enthaltenen Partikeln von lichtdurchlässig zu lichtundurchlässig.

Diese Technik wurde nun von Forschern des Berkeley Lab um ein neu entwickeltes Material ergänzt und erweitert. Es ist nun möglich, nicht nur die generelle Lichtdurchlässigkeit zu regulieren, sondern unabhängig voneinander die Durchlässigkeit von sichtbarem Licht und Licht im Nahinfrarotbereich. Licht im Nahinfrarotbereich ist verantwortlich für die Freisetzung von Hitze.
Dadurch wird es ermöglicht, entsprechend ausgestattete Fenster für Wärme undurchlässig zu machen, während das sichtbare Licht nach wie vor ungehindert hindurch scheinen kann.

Durch die neue Technik wäre es möglich, Klimaanlagen als große Energieverbraucher einzusparen. Das hätte vor allem für die USA ein enormes Potenzial, wo die meisten Gebäude mit Klimaanlagen ausgestattet sind, doch auch in Deutschland wäre die Technologie für öffentliche Gebäude und Bürogebäude interessant.

Noch sind die weiterentwickelten Smart Windows nicht verfügbar, sie befinden sich aber in einem frühen Stadium der Kommerzialisierung.

Detailliertere Informationen dazu finden Sie im Berkeley Lab News Center.

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    August 2013

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